Die Materialien der Herbst–Winter-Kollektion 2026

Bei Maison Colette wird jeder Stoff nach seinen eigenen Qualitäten ausgewählt.

Seine Zusammensetzung, seine Herkunft sowie sein Griff, seine Struktur und seine Fähigkeit, über die Zeit zu bestehen, sind dabei wesentliche Kriterien.

Wir arbeiten hauptsächlich mit bestehenden Stofflagerbeständen aus der Haute Couture. Dieses Sourcing erlaubt es uns, auf Neutextilherstellung zu verzichten. So geben wir hochwertigen Stoffen ein zweites Leben und nutzen vorhandene Ressourcen.

Wir bevorzugen natürliche Materialien wie Leinen, Baumwolle oder Wolle – in dem Bewusstsein, dass sie sich verändern, mit der Zeit eine Patina entwickeln und sich Ihrem Lebensstil anpassen.

Weniger produzieren, dafür richtig.

Die ikonischen Stücke entdecken

Hochwertige Stoffe, getragen von einem gewachsenen handwerklichen Können …

Das Casentino-Wolltuch
Gilet sans manches Ouessant réversible en drap de laine Casentino crème, détail de la matière.

Ein emblematisches Material

Der Casentino-Wolltuch ist ein traditioneller Stoff aus der Toskana, der historisch für Mäntel und schützende Kleidungsstücke verwendet wurde. Entstanden in einer Region aus Wäldern und reliefreicher Landschaft, wurde er lange von Hirten, Handwerkern und Reisenden getragen – geschätzt für seine Fähigkeit, vor Kälte und Feuchtigkeit zu schützen.

Diese Wolle ist an ihrer stark gewalkten Struktur und der leicht gekräuselten Oberfläche erkennbar, die durch ein spezielles Bürstverfahren entsteht, bei dem die Faser aufgerichtet wird. Diese Behandlung verdichtet das Material, macht es von Natur aus widerstandsfähig und begrenzt das Ausfransen, während eine gewisse Geschmeidigkeit erhalten bleibt. So gewinnt der Stoff an Stand, ohne steif zu wirken.

Casentino-Wolle bietet eine umhüllende Wärme und bleibt zugleich atmungsaktiv. Ihre lebendige Textur fängt das Licht auf sanfte Weise ein und verleiht der Farbe Tiefe. Sie begleitet den Körper mit Leichtigkeit, strukturiert die Silhouette und vermittelt beim Tragen ein unmittelbares Gefühl von Schutz.

Der Casentino-Wolltuch ist kein glattes oder starres Material. Seine strukturierte Oberfläche ist Teil seiner Identität und entwickelt sich mit dem Gebrauch auf subtile Weise weiter. Eine ehrliche und funktionale Wolle, hervorgegangen aus regionalem Know-how, gedacht für Stücke, die Charakter, Komfort und Langlebigkeit vereinen.

Die Casentino-Kreationen
Die gekochte Wolle

Ein dichtes und natürliches Material

Gekochte Wolle hat ihren Ursprung in Schutz- und Bergbekleidung, die dafür gedacht war, Kälte, Wind und dem täglichen Gebrauch standzuhalten. Bevor sie zu einem Material des Vestiaires wurde, ist sie vor allem das Ergebnis eines Prozesses, bei dem die Verwandlung ebenso wichtig ist wie die Faser selbst.

Ursprünglich wird die Wolle gestrickt oder gewebt und anschließend einem Walkprozess unterzogen: einem warmen Bad in Kombination mit mechanischer Bewegung, das die Fasern verdichtet, verfilzt und zusammenzieht. Diese Behandlung verändert das Material grundlegend. Der Stoff gewinnt an Dichte, stabilisiert sich und wird von Natur aus widerstandsfähiger, ganz ohne Membran oder künstliche Ausrüstung.

Durch diese Transformation erhält die gekochte Wolle ihre charakteristische Textur: kompakt, weich und schützend. Das Material hält den Wind ab, speichert Wärme und bleibt dennoch atmungsaktiv. Es bietet einen klaren Stand und bewahrt zugleich eine gewisse Geschmeidigkeit, die dem Kleidungsstück einen natürlichen Fall verleiht.

Gekochte Wolle strebt keine glatte Perfektion an. Ihre leicht lebendige Oberfläche ist Teil ihrer Identität. Sie begleitet den Körper, strukturiert die Silhouette und vermittelt ein unmittelbares Gefühl von Komfort, ohne Steifheit.

Ein ehrliches und funktionales Material, hervorgegangen aus altem handwerklichem Wissen, bei dem die Verwandlung der Wolle zum Vorteil im Dienst von Schnitt und Gebrauch wird.

Die Kreationen aus gekochter Wolle
Die Wollétamine

Ein Material von luftiger Wärme

Wollétamine ist ein traditioneller Stoff, der historisch für Kleidungsstücke verwendet wurde, die schützen und gleichzeitig die Atmungsaktivität des Körpers bewahren sollten. Gewebt aus feinen, gleichmäßigen Wollgarnen, wurde sie lange für den Alltag gewählt, wenn Wärme mit Komfort und Bewegungsfreiheit einhergehen musste.

Ihre offene Webstruktur erlaubt es der Wolle, ihre natürlichen Eigenschaften vollständig zu entfalten. Luft kann durch das Material zirkulieren und erzeugt so eine sanfte, ausgewogene Wärme, die niemals beschwert oder einengt. Der Stoff isoliert und bleibt zugleich atmungsaktiv und bietet ein angenehmes Tragegefühl – unabhängig von Temperaturschwankungen.

Wollétamine zeichnet sich durch ihren fließenden Fall und ihre geschmeidige Haptik aus. Sie folgt den Bewegungen des Körpers auf natürliche Weise, ohne Steifheit, und spendet eine dezente Wärme, die man kaum noch wahrnimmt, sobald sie getragen wird. Das Material unterstützt den Schnitt, ohne ihn zu beschweren, und lässt dem Kleidungsstück Raum, sich harmonisch an die Silhouette anzupassen.

Als ehrliches und funktionales Material vereint Wollétamine Wärme, Komfort und Ausgewogenheit. Ein Stoff, der für Kleidungsstücke gedacht ist, die schützen, ohne einzuengen, und in denen die Wolle ihre ganze Feinheit im täglichen Gebrauch entfaltet.

Die Kreationen aus Wollétamine
Der Wolljersey

Ein Material in Bewegung

Der Wolljersey hat seinen Ursprung im Stricken, einer alten Technik, die darauf ausgelegt ist, Bewegungsfreiheit und Komfort zu bieten. Im Gegensatz zu gewebten Stoffen entsteht Jersey durch das Aneinanderreihen von Maschen und bildet eine weiche, lebendige Oberfläche, die sich dem Körper auf natürliche Weise anpasst.

Diese besondere Struktur verleiht dem Jersey seine Fließfähigkeit und seine natürliche Elastizität, ganz ohne Einschränkung. Aus Wolle gefertigt, bringt er eine leichte Wärme, gute Atmungsaktivität und ein angenehmes Gefühl auf der Haut mit sich. Das Material begleitet die Bewegung, statt sie zu begrenzen, und folgt den Gesten mit Genauigkeit.

Die maßvolle Zugabe von Polyamid ermöglicht es, die Maschenstruktur zu stärken und ihre Formstabilität über die Zeit zu bewahren. Diese technische Faser, sparsam eingesetzt, stabilisiert den Jersey und begrenzt die Verformung durch wiederholtes Tragen. Eine bewusste Entscheidung, um die Langlebigkeit des Stücks zu gewährleisten, ohne den Charakter des Materials zu verändern.

Wolljersey lebt mit derjenigen, die ihn trägt. Er bewahrt seine Geschmeidigkeit, seine Form und seinen Komfort im Laufe der Zeit und findet ganz selbstverständlich seinen Platz in einem Vestiaire, das dafür gedacht ist, den Alltag zu begleiten.

Kreationen aus Wolljersey
Der Jacquard

Das Motiv im Material verankert

Jacquard ist eine außergewöhnliche Webtechnik, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstand, als man begann, das Muster direkt in das Gewebe selbst zu integrieren und nicht nur auf dessen Oberfläche aufzubringen. Im Gegensatz zu bedruckten Stoffen wird das Jacquardmotiv nicht hinzugefügt, sondern Faden für Faden direkt in der Struktur des Gewebes aufgebaut.

Jedes Muster entsteht aus der präzisen Verflechtung von Kett- und Schussfäden, in einem langsamen und rigorosen Rhythmus. Dieses Verfahren erfordert hohe technische Beherrschung und permanente Aufmerksamkeit, bei der die Webbewegung sowohl die Klarheit des Musters als auch die Stabilität des Stoffes bestimmt. Das Relief zeigt sich zugleich im Griff und im Blick und verleiht dem Jacquard eine besondere Tiefe.

Die maßvolle Zugabe von Polyamid ermöglicht es, die Struktur des Stoffes zu stabilisieren. Diese technische Faser stützt das Muster, verstärkt die Festigkeit des Gewebes und sorgt für eine bessere Widerstandsfähigkeit im Gebrauch, ohne die Lesbarkeit des Designs zu beeinträchtigen. Eine bewusste Entscheidung, um die Präzision des Jacquards und die Schönheit des Motivs über die Zeit zu bewahren.

Das Ergebnis ist ein strukturiertes und zugleich geschmeidiges Material, das die Klarheit seines Musters Saison für Saison erhält. Ein Textil, in dem sich Technik in den Dienst des Designs stellt und in dem das Material selbst zur Sprache wird.

Die Kreationen aus Jacquard
Die Leinen-Seiden-Popeline

Ein Material der Nuancen

Popeline ist ein Stoff, der aus dem Streben nach Präzision und Beherrschung entstanden ist. Historisch für Hemden und Kleidungsstücke verwendet, die eine klare Form verlangen, hat sie sich durch ihr regelmäßiges Gewebe und ihre glatte Oberfläche etabliert. Ihre dicht gewebte Leinwandbindung, scheinbar einfach, erfordert große Sorgfalt in der Ausführung, um dieses Gleichgewicht zwischen Struktur und Leichtigkeit zu erreichen.

In dieser Ausführung vereint die Popeline zwei Fasern mit komplementären Eigenschaften. Leinen, seit Jahrhunderten in Europa kultiviert und verarbeitet, bringt seine natürliche Frische, seine Atmungsaktivität und jene feine Unregelmäßigkeit ein, die an den pflanzlichen Ursprung der Faser erinnert. Es verleiht dem Stoff Halt und Präsenz und bewahrt zugleich ein leichtes Tragegefühl.

Seide, feiner und zurückhaltender, bringt Ausgleich. Sie macht die Oberfläche weicher, verleiht dem Fall mehr Geschmeidigkeit und schenkt dem Material ein dezentes, beinahe unmerkliches Licht, das es belebt, ohne zu glänzen. Zusammen ergeben diese beiden Fasern einen ausgewogenen Stoff, gedacht dafür, die Bewegung zu begleiten und zugleich eine klare Silhouette zu bewahren. Die Leinen-Seiden-Popeline stützt das Kleidungsstück ohne Steifheit, hebt den Schnitt hervor und lässt dem Material Raum, sich mit Eleganz auszudrücken.

Die Kreationen aus Leinen-Seiden-Popeline
Das Leinengewebe

Ein altes Material

Leinengewebe gehört zu den ältesten Textilmaterialien Europas. Gewonnen aus einer pflanzlichen Faser, die seit Jahrhunderten kultiviert wird, wurde es lange für Alltagskleidung, Arbeitsstücke und Haushaltswäsche verwendet – geschätzt für seine Widerstandsfähigkeit, seine Frische und seine Fähigkeit, die Zeit zu überdauern.

Aus langen Fasern gewebt, entsteht beim Leinen eine Leinwand mit klarer und regelmäßiger Struktur. Seine leicht unregelmäßige Oberfläche ist Teil seiner Identität: Sie bringt den natürlichen Charakter der Faser zum Ausdruck und verleiht dem Stoff eine lebendige, niemals uniforme Textur.

Von Natur aus atmungsaktiv reguliert Leinen die Temperatur und begleitet den Körper mit Leichtigkeit. Es bietet beim Tragen einen klaren Halt und gewinnt zugleich mit der Zeit an Geschmeidigkeit. Das Gewebe wird weicher, entspannt sich leicht und wird mit jedem Tragen angenehmer, ohne seine Struktur zu verlieren.

Leinen ist kein statisches Material. Es knittert, entspannt sich, verändert sich und bewahrt die Spuren des Gebrauchs. Ein ehrliches und funktionales Material, das ganz selbstverständlich seinen Platz in einem Vestiaire findet, das dafür gedacht ist, getragen, erlebt und im Alltag immer wieder neu interpretiert zu werden.

Die Kreationen aus Leinengewebe
Die Baumwollpopeline

Ein Material der Präzision

Baumwollpopeline ist ein Stoff aus der Tradition der Hemdenfertigung, entwickelt für eine klare, gleichmäßige Oberfläche und ein angenehmes Tragegefühl. Seit langem für Alltagsstücke ebenso wie für formellere Kleidungsstücke verwendet, hat sie sich durch ihre Fähigkeit bewährt, Halt, Komfort und Schlichtheit zu vereinen.

Ihre dichte und ausgewogene Leinwandbindung kreuzt Kett- und Schussfäden fein miteinander und erzeugt ein glattes, stabiles Gewebe ohne ausgeprägtes Relief. Diese Konstruktion verleiht der Popeline ihren präzisen Fall und ihre klare Lesbarkeit, ideal, um den Schnitt und die Linien des Kleidungsstücks zur Geltung zu bringen.

Aus Baumwolle gefertigt, bewahrt die Popeline eine natürliche Atmungsaktivität und ein weiches Gefühl auf der Haut. Sie begleitet die Bewegungen unaufdringlich, knittert nicht übermäßig und bietet einen unmittelbaren Komfort, der sich für langes Tragen eignet.

Baumwollpopeline ist kein demonstratives Material. Sie zeichnet sich durch ihre Genauigkeit, ihre Regelmäßigkeit und ihre Fähigkeit aus, unterschiedliche Nutzungen zu durchlaufen, ohne an Halt zu verlieren. Ein schlichter, funktionaler Stoff, der dem Schnitt und dem ausgewogenen Aufbau des Kleidungsstücks den nötigen Raum lässt.

Kreationen aus Baumwollpopeline
Der Cord

Ein Material, geboren aus Geduld

Velours ist ein traditionsreicher Stoff, der lange mit Schutzkleidung, Innenbekleidung und Zeremonien verbunden war. Bevor er zum Sinnbild von Raffinesse wurde, war er vor allem ein Material, dessen Herstellung Präzision und Zeit erfordert.

Seine Geschichte beruht auf einer besonderen Webtechnik, komplexer als sie auf den ersten Blick erscheint. Velours entsteht aus zwei gleichzeitig gewebten Stofflagen auf einem speziellen Webstuhl. Diese beiden Schichten sind durch einen Zwischenfaden verbunden, der nach dem Weben durchtrennt wird. Dieser Schritt gibt den Flor des Velours frei: eine dichte, weiche Oberfläche aus Tausenden aufgerichteter Fasern.

Nach dem Weben wird das Material sorgfältig gebürstet, um sein Relief hervorzuheben, die Oberfläche zu vereinheitlichen und die Haptik zu verfeinern. So erhält der Velours seine charakteristische Textur: warm, tief, beinahe leuchtend, fähig, das Licht einzufangen und je nach Bewegung feine Nuancen zu offenbaren.

Dank seiner Zusammensetzung aus 100 % Baumwolle, ohne technische Fasern, bewahrt der Velours von Maison Colette eine wesentliche Eigenschaft: Er ist atmungsaktiv, entwickelt sich weiter und verändert sich mit dem Gebrauch. Seine Oberfläche patiniert mit der Zeit leicht, gewinnt an Geschmeidigkeit und behält zugleich Stand und strukturierte Eleganz.

Velours ist keineswegs statisch, sondern lebt mit derjenigen, die ihn trägt. Er begleitet den Körper, wird weicher, zeichnet sich dezent ab und erzählt eine intime Beziehung zum Kleidungsstück – geprägt von Komfort, Wärme und Dauer.

Ein anspruchsvolles und ehrliches Material, geformt durch Geduld, gedacht dafür, die Zeit mit Sanftheit zu durchschreiten.

Die Kreationen aus Cord
Denim

Ein durch den Gebrauch geformtes Material

Denim entstand für die Arbeit, bevor er zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Vestiaires wurde. Seine Geschichte beginnt in Europa, zwischen Italien und Frankreich. In Genua wurde ein robustes Gewebe für Seeleute und Arbeiter gefertigt. In der Nähe von Nîmes entwickelte sich die Serge de Nîmes, ein widerstandsfähiger Stoff, dessen Name dem Wort „Denim“ seinen Ursprung gab.

Denim ist dafür gedacht, Bewegung zu begleiten, und basiert auf einer Köperbindung, die ihm zugleich Halt und Geschmeidigkeit verleiht. Aus 100 % Baumwolle gefertigt, ohne technische Fasern, bewahrt er diese seltene Fähigkeit, sich mit der Zeit zu verändern. Der Stoff wird weicher, zeichnet sich an den Falten ab und entwickelt mit jedem Tragen eine natürliche Patina.

Fernab von statischen Materialien lebt Denim mit derjenigen, die ihn trägt. Er bewahrt die Erinnerung an Gesten, an den Alltag, an das Vergehen der Zeit. Es ist diese direkte Beziehung zwischen Gebrauch, Material und Dauer, die Denim zu einem unverzichtbaren Klassiker gemacht hat.

Ein schlichtes und ehrliches Material, gedacht dafür, lange zu halten und sich langsam, ganz natürlich zu verwandeln.

Die Kreationen aus Denim

Für eine bewusste, verantwortungsvolle & nachhaltige Mode